Hutchesontown C, Brutalistischer Wohnkomplex in Gorbals, Schottland.
Hutchesontown C ist ein brutalistischer Wohnkomplex in der Gegend Gorbals, der aus zwei 20-geschossigen Betongebäuden bestand, die praktische Zwei-Zimmer-Wohnungen mit Zugang zu gemeinsamen Balkonen anboten. Der Komplex verfügte über etwa 400 Wohneinheiten, die durch Aufzüge und Fußwege verbunden waren und verschiedene Gemeinschaftsbereiche auf mehreren Ebenen der Struktur bereitstellten.
Das Projekt wurde 1962 vom schottischen Architekten Basil Spence entworfen und bildete einen Kernbestandteil von Glasgows Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Anlage sollte die traditionellen Mietshäuser ersetzen, die das Viertel während der vorherigen Jahrzehnte geprägt hatten.
Das Projekt verkörperte einen Wendepunkt in der Wohnkultur Glasgows, indem es Bewohner in vertikalen Gemeinschaften zusammenbrachte, die sich fundamental von den dicht gedrängten Häusern unterschieden, die vorher an diesem Ort standen. Menschen erlebten täglich einen neuen Rhythmus des Stadtlebens durch gemeinsame Gänge und Balkone, die Nachbarschaften neu definierten.
Die Gebäude waren schwer zugänglich und wurden 1993 abgerissen, weshalb Besucher heute nur die Geschichte durch Fotografien und Archivmaterialien erkunden können. Wer sich für die brutalistischen Designs der Nachkriegszeit interessiert, kann stattdessen andere erhaltene Bauten aus dieser Epoche in Glasgow und Schottland besichtigen.
Bei der Sprengung 1993 war die doppelte Menge an Sprengstoff erforderlich, da die massive Betonkonstruktion ungewöhnlich widerstandsfähig war. Dies zeigte, wie robust und langlebig die damalige Bauweise konzipiert worden war, auch wenn das Projekt später als gescheitert angesehen wurde.
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