Leicester Castle, Normannische Motte-and-Bailey Burg in Leicester, England
Leicester Castle ist eine normannische Motte-und-Bailey-Befestigung mit einem großen Erdwall von etwa 30 Metern Durchmesser und 9 Metern Höhe. Die Anlage wird von Schutzgräben und Steinmauern umgeben, die noch heute zu sehen sind.
Hugh de Grandmesnil gründete das Schloss 1068 als eine der frühen normannischen Befestigungen nach Wilhelms Eroberung Englands. Die Anlage spielte eine wichtige Rolle in der Entwicklung der normannischen Kontrolle über die Midlands.
Der Große Saal des Schlosses war lange Zeit Gerichtsgebäude und Ort wichtiger Zusammenkünfte. Hier fanden Bezirksgerichtssitzungen und sogar eine berühmte Parlamentssession statt, die noch heute in Geschichtsbüchern erwähnt wird.
Das Gelände ist über Castle Gardens oder Castle Square zugänglich, mit Wegen zur Motte und zu archäologischen Stätten. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da der Erdwall steil sein kann und bei schlechtem Wetter rutschig wird.
Archäologische Ausgrabungen am Hang der Motte förderten acht Skelette zutage, die vermutlich Hinweise auf einen mittelalterlichen Richtplatz geben. Diese Funde bieten Einblick in weniger bekannte Aspekte der Justizgeschichte des Ortes.
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