Montacute Castle, Mittelalterliche Motte-and-Bailey Burg in Montacute, Somerset, England
Montacute Castle ist eine normannische Motte-and-Bailey-Burganlage auf dem St. Michael's Hill in Somerset, mit einer ovalen Mottengburg und inneren sowie äußeren Wallgrabenstrukturen. Die Erdwälle und Befestigungsreste zeigen deutlich die mittelalterliche Militärarchitektur dieser Anlage.
Robert von Mortain baute die Burganlage nach der normannischen Eroberung 1066 und etablierte sie als eine von nur zwei Somerset-Burgen, die im Domesday Book erwähnt werden. Die Bedeutung der Anlage änderte sich später grundlegend, als sie religiöse Funktionen übernahm.
Der Burgplatz steht mit angelsächsischen Traditionen in Verbindung, was sich in der Entdeckung eines heiligen Kreuzes zeigt, das vor der normannischen Eroberung Englands dort verborgen lag. Diese Verbindung zur frühen religiösen Geschichte des Ortes prägt bis heute die Wahrnehmung der Stätte.
Der Burgplatz ist über gekennzeichnete Wege zugänglich und bietet freie Aussicht auf die Erdwälle und Befestigungsreste auf dem Hügel. Besucher sollten wetterfeste Kleidung mitbringen, da der exponierte Standort allen Wetterbedingungen ausgesetzt ist.
Im Jahr 1102 übergab William von Mortain die Burganlage der Cluniacer-Ordnung, was eine ungewöhnliche Umwandlung von einer Militärfestung zu einer religiösen Stätte markierte. Diese Umgestaltung zeigt, wie sich die Bedeutung und Nutzung des Ortes über die Jahrhunderte hinweg völlig veränderte.
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