Petuaria, archäologische Stätte im Vereinigten Königreich
Petuaria war ein römisches Fort an der Stelle des heutigen Ortes Brough, das um 70 n.Chr. errichtet wurde und sich später zu einer größeren Stadt mit Hafen und Flussüberquerung entwickelte. Die Siedlung war von Mauern umgeben und enthielt Gebäudereste wie Wohnhäuser und öffentliche Räume, darunter ein Theater, dessen Stein von einem wohlhabenden Bewohner namens Marcus Ulpius Januarius um 140 n.Chr. gestiftet wurde.
Das Fort wurde 70 n.Chr. gegründet und war etwa 55 Jahre in Betrieb, bevor sich die Stadt um es herum entwickelte und bis etwa 370 n.Chr. aktiv blieb. Der Ort markierte das nördliche Ende der römischen Straße Cade's Road, die sich fast hundert Kilometer nach Newcastle erstreckte, und war somit ein Knotenpunkt für den Verkehr zwischen verschiedenen Teilen Britanniens.
Der Name Petuaria stammt aus dem Brythonischen und bedeutet möglicherweise "Viertel" oder "vierter Teil", was auf eine Gruppe von Siedlungen hindeutet. Der Ort war wahrscheinlich die Hauptstadt des keltischen Stammes der Pariser und diente als Zentrum für lokale Handel und gesellschaftliches Leben.
Der Ort befindet sich heute in Brough und ist über die erhaltenen Überreste und Steinmarkierungen zugänglich, die die Lage des antiken Forts und der Stadt anzeigen. Besucher sollten bedenken, dass es sich um archäologische Ruinen handelt und die Strukturen teilweise unter der modernen Landschaft verborgen sind, daher ist eine Orientierung vor Ort hilfreich.
Ein Stein vom Theater trägt die Inschrift mit dem Namen Marcus Ulpius Januarius, einem wohlhabenden Einwohner, der die Bühne um 140 n.Chr. finanzierte - eine Inschrift, die zum ersten Mal einen lokalen römischen Anführer in Britannia namentlich nennt. Dieser bemerkenswerte Fund wird heute in einem Museum aufbewahrt und zeigt, wie römische Bewohner Kunst und Unterhaltung in dieser fernen Provinz schätzten.
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