Wikingergrab von Ridgeway Hill, Wikingergrabstätte in Weymouth, England.
Ridgeway Hill ist eine archäologische Grabungsstätte in Weymouth, England, wo eine Massengrabgrube die Überreste von etwa 50 Skeletten und ebenso vielen Schädeln enthält, die in getrennten Haufen angeordnet waren. Die Funde stammen aus einem etwa fünf Meter breiten Kies- oder Steinbruch aus der Zeit um das 10. Jahrhundert.
Die Grabungsstätte wurde 2009 entdeckt und die Überreste datieren auf die Zeit zwischen 970 und 1025, eine Phase intensiver Konflikte zwischen anglo-sächsischen Bewohnern und wikingerzischen Eindringlingen. Die Funde werfen Licht auf diese turbulente Periode der englischen Geschichte.
Der Ort wird mit skandinavischen Seefahrern verbunden, deren Überreste Spuren einer Ernährung mit viel Fisch und Fleisch zeigen. Diese Hinweise deuten auf ein Leben zur See und auf Kontakte zu entfernten Regionen hin.
Die Fundstelle wurde während Straßenbauarbeiten freigelegt und ist heute nicht als offene Grabungsstätte zu besuchen. Informationen zu den Funden sind in Museen in der Region Weymouth und darüber hinaus verfügbar.
Chemische Analysen der Knochen zeigen, dass einige der Verstorbenen aus Gegenden so weit entfernt wie dem Polarkreis stammten. Diese Erkenntnisse belegen das außergewöhnlich weite Netzwerk der wikingerzeitlichen Bewegungen und Migrationen.
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