Sailortown, Belfast, Historisches Hafenviertel in Belfast, Nordirland
Sailortown ist ein ehemaliges Hafenviertel in Belfast, das nördlich des Stadtzentrums liegt, zwischen der Henry Street und der York Street bis zum Dock-Tor an der Whitla Street. Das Viertel wurde auf aufgeschüttetem Land errichtet und besteht aus engen Kopfsteinpflasterstraßen, die einst Wohnhäuser und Einrichtungen für die Hafenarbeiter beherbergten.
Das Viertel entstand Mitte des 19. Jahrhunderts, als viele Menschen, die vor der Großen Hungersnot in Irland flohen, in der Stadt Arbeit an den Docks suchten. Es wuchs schnell und wurde zu einem zentralen Teil der Schifffahrtsindustrie von Belfast.
Sailortown war lange ein Ort, an dem Protestanten und Katholiken Seite an Seite lebten, verbunden durch die gemeinsame Arbeit an den Docks. Die beiden Kirchen, die hier standen, spiegelten diese gemischte Bevölkerung wider und zeigen bis heute, wie unterschiedliche Gemeinschaften im Alltag miteinander auskamen.
Das Viertel lässt sich am besten zu Fuß erkunden, da die engen Kopfsteinpflasterstraßen wenig Platz für Autos bieten. Da in den letzten Jahren Bauprojekte stattgefunden haben, empfiehlt es sich, vor dem Besuch die aktuelle Zugänglichkeit zu überprüfen.
Im Jahr 1907 streikten die Hafenarbeiter hier unter der Führung von James Larkin gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen. Bemerkenswert war, dass der Streik protestantische und katholische Arbeiter vereinte, die sonst getrennt lebten, was die irische Arbeiterbewegung nachhaltig prägte.
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