The Clink, Gefängnismuseum in Southwark, England
The Clink ist ein Gefängnismuseum im Stadtteil Southwark in London, das Artefakte, Folterinstrumente und nachgebaute Szenen aus dem mittelalterlichen Gefängnisleben zeigt. Die Räume liegen im Keller eines alten Gebäudes und vermitteln durch enge Gänge und dunkle Ecken den Eindruck eines echten historischen Kerkers.
Die Einrichtung begann 1144 als Gefängnis für den Bischof von Winchester und beherbergte über Jahrhunderte hinweg Kriminelle, Schuldner und religiöse Abweichler. Sie wurde während der Gordon-Unruhen 1780 zerstört und als Museum erst in den 1990er Jahren wiedereröffnet.
Der Name des Gefängnisses wurde zum Ursprung eines englischen Ausdrucks für jede Art von Haftanstalt, den man heute noch in der Umgangssprache hört. Besucher sehen Nachbildungen der Zellen und erfahren, wie Gefangene aus allen gesellschaftlichen Schichten hier unter harten Bedingungen lebten.
Das Museum liegt in Gehweite vom Bahnhof London Bridge und ist täglich geöffnet, bietet jedoch wegen der mittelalterlichen Bauweise keinen barrierefreien Zugang. Die Räume sind kompakt und werden bei Besuchergruppen schnell eng, weshalb ein Besuch am Vormittag ruhiger verläuft.
Archäologen fanden bei Ausgrabungen an diesem Ort zahlreiche persönliche Gegenstände früherer Inhaftierter, darunter mittelalterliche Münzen und Schlüssel aus verschiedenen Epochen. Einige dieser Fundstücke sind heute in den Vitrinen des Museums zu sehen und geben Einblick in das Alltagsleben hinter den Mauern.
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