Thurleigh Castle, Burg im Vereinigten Königreich
Thurleigh Castle ist eine Burgruine und ein geschütztes Denkmal in Thurleigh, Bedfordshire, bekannt als Motte-and-Bailey-Burg mit Erdwerken statt erhaltener Bauwerke. Der ovale Hügel ist etwa 60 Meter lang und 40 Meter breit an der Basis, mit einem erhöhten Plateau auf der Nordostseite, die von einem bis zu 2,4 Meter tiefen Graben umgeben ist, während sich südlich ein unregelmäßig geformtes Freigelände von etwa 200 mal 270 Metern erstreckt.
Die Burg wurde wahrscheinlich während der Zeit von König Stephan um die Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut und war Teil einer Verteidigungslinie entlang der oberen Ouse. Ausgrabungen in den 1970er Jahren zeigten, dass der Platz bereits in der Eisenzeit, der Römerzeit und in der frühen Sachsenzeit besiedelt war, lange bevor die mittelalterliche Festung errichtet wurde.
Der Name 'Thurleigh' stammt aus dem Altenglischen und bezieht sich auf die Lage des Ortes. Heute zeigt sich die Burg als Erdwerk in einer ländlichen Umgebung, wobei die Kirchenruine in der Nähe die enge Verbindung zwischen Festung und Dorfgemeinschaft damals verdeutlicht.
Der Ort kann ganzjährig kostenlos besucht werden und ist leicht zu Fuß zu erkunden, wobei die Erdwerke vom ebenen Land aus deutlich sichtbar sind. Besucher sollten gutes Schuhwerk tragen, da das Gelände nach Regen rutschig werden kann und die umliegenden Wiesen nass sein können.
Unter dem Hügel wurden bei Ausgrabungen Bestattungen und Keramik aus der Sachsenzeit entdeckt, die zeigen, dass der Platz lange vor der Burg als Bestattungsort genutzt wurde. Diese Funde deuten darauf hin, dass das Land über viele Jahrhunderte hinweg eine wichtige Rolle in der Siedlungsgeschichte der Region spielte.
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