Westhoughton Mill, Industriemühle in Westhoughton, England
Die Westhoughton Mill ist ein vierstöckiges Backsteingebäude mit großen Fenstern und hohen Schornsteinen, das für die Baumwollmühlen Lancashires im 19. Jahrhundert typisch ist. Das Gebäude wurde zuerst als Baumwollmühle genutzt, später als Getreidemühle und dann wieder für Baumwollproduktion umgebaut.
Das Gebäude wurde 1804 von Richard Johnson Lockett erbaut und wurde 1812 von Ludditen angegriffen, als diese gegen mechanisierte Herstellung protestierten. Nach dem Brand und den Verhaftungen vermied man es lange Zeit, neue Fabriken in Westhoughton zu bauen.
Das Gebäude zeigt, wie sich die Arbeit in der Region verändert hat, als Handweber ihre Werkstätten aufgaben und in Fabriken arbeiteten. Diese Veränderung prägte das tägliche Leben und die Gemeinde für Generationen.
Das Gelände erfordert vom Besucher Aufmerksamkeit für die Architekturdetails wie die Fensteranordnung und die Schornsteine, die die Produktionskapazität widerspiegeln. Der Ort wird am besten bei Tageslicht besichtigt, um die Backsteinstruktur und ihre handwerklichen Merkmale vollständig zu schätzen.
Nach dem Brand von 1812 und den Verhaftungen entstanden fast fünfzig Jahre lang keine neuen Fabriken in der Gegend, bis 1850 eine Seidenspinnerei gebaut wurde. Dieser lange Stillstand war ungewöhnlich, da die Region sonst ein Zentrum der Industrialisierung war.
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