Welland Viaduct, Eisenbahnviadukt in Harringworth, England
Der Welland Viaduct ist ein Eisenbahnviadukt in Harringworth, England, das aus roten Ziegeln gebaut wurde und sich über 1165 Meter erstreckt. Die Konstruktion überquert das Welland-Tal mit 82 Bögen, wobei jeder Bogen eine Spannweite von etwa 12 Metern (40 Fuß) aufweist.
Die Midland Railway baute den Viadukt zwischen 1876 und 1878, wobei rund 30 Millionen Ziegel verwendet wurden. Das Baumaterial stellten Arbeiter vor Ort in temporären Brennöfen her, um die Transportkosten niedrig zu halten.
Die Einheimischen bezeichnen das Bauwerk oft einfach als Harringworth Viaduct, nach dem Dorf, das sich an seinem nördlichen Ende befindet. Wanderer auf dem Jurassic Way, der durch das Tal führt, halten gerne an, um die langen Bogenreihen aus roten Ziegeln zu fotografieren.
Die Bahnlinie führt über den Viadukt und wird täglich von Personenzügen zwischen Melton Mowbray und London St Pancras über Corby befahren. Wanderwege im Tal bieten mehrere Aussichtspunkte, von denen aus man die gesamte Länge der Bogenreihe sehen kann.
Ein deutsches Zeppelin-Luftschiff versuchte im Ersten Weltkrieg, den Viadukt zu bombardieren, weil Truppentransporte über die Strecke zu den Häfen am Ärmelkanal fuhren. Der Angriff verfehlte jedoch das Ziel und richtete nur geringfügigen Schaden in der Umgebung an.
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