Wentworth Woodhouse, Georgianisches Herrenhaus in Wentworth, England
Wentworth Woodhouse ist ein Herrenhaus im Dorf Wentworth in England, das mehr als 300 Zimmer und über 23.000 Quadratmeter Wohnfläche vereint. Die Fassade besteht aus zwei Hauptteilen: im Westen ein barocker Flügel aus rotem Backstein und im Osten eine klassizistische Front aus hellem Sandstein, die sich über Hunderte Meter erstreckt.
Thomas Watson-Wentworth begann 1725 mit dem Umbau eines älteren Wohnhauses, ließ den Ostflügel errichten und schuf eine der größten Residenzen seiner Zeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor das Anwesen seine Bedeutung als Familiensitz und wechselte mehrfach die Eigentümer, bevor es für Führungen geöffnet wurde.
Der Name des Hauses stammt von der Familie Watson-Wentworth, die „Wentworth“ ihrem Nachnamen hinzufügte, nachdem sie die Ländereien und Porträts der Straffords geerbt hatte. Der 2. Marquess of Rockingham, zweimal Premierminister, machte es zu einer Hochburg der Whigs und empfing hier 1771 Benjamin Franklin. Der Whistlejacket Room ist nach George Stubbs’ Porträt des Rennpferds benannt, das dort hing.
Die Gärten sind von Dienstag bis Sonntag zugänglich, und Führungen durch die Staatsgemächer finden regelmäßig statt. Wer bequeme Schuhe trägt, kommt besser zurecht, denn es gibt viele Treppen und lange Wege zwischen den Gebäudeteilen und über das Gelände.
Im Keller befinden sich alte Wirtschaftsräume, in denen einst Dutzende Bedienstete Essen zubereiteten, Wäsche bügelten und Brennholz lagerten. Die Gänge unter dem Haupthaus verbinden Vorratsräume mit Dienstwohnungen und zeigen, wie viele Menschen nötig waren, um den täglichen Betrieb aufrechtzuerhalten.
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