Cockersand Abbey, Mittelalterliche Abteiruinen in Thurnham, England
Cockersand Abbey ist eine Klosterruine aus rotem Sandstein auf einer Landzunge in Thurnham, Lancashire, die das Mündungsgebiet des Flusses Lune überblickt. Das einzige weitgehend erhaltene Gebäude ist ein achteckiges Kapitelhaus aus dem 13. Jahrhundert, das inmitten der übrigen Mauerreste steht.
Die Anlage entstand um 1180 zunächst als Einsiedelei, wurde dann zu einem Hospital für Kranke und Leprakranke und erhielt 1190 den Status einer Abtei unter dem Prämonstratenser-Orden. Nach Jahrhunderten des Klosterlebens wurde die Gemeinschaft im 16. Jahrhundert während der Reformation aufgelöst.
Das achteckige Kapitelhaus ist der einzige gut erhaltene Raum der Anlage und diente nach der Auflösung des Klosters als Grabstätte der Familie Dalton. Wer heute das Gebäude besucht, sieht noch die Steinmetzarbeit, die zeigt, wie sorgfältig dieser Raum gestaltet wurde.
Die Ruine ist von Glasson aus über einen Fußweg von etwa 2 km erreichbar, da der direkte Zugang per Auto durch enge Lanes begrenzt ist. Bei Ebbe ist das Gelände rund um das Bauwerk zugänglicher und ermöglicht einen besseren Rundblick.
In der Nähe der Abtei wurden 1718 zwei römische Statuetten entdeckt, was darauf hindeutet, dass an dieser Stelle lange vor dem Klosterbau ein römisch-britisches Heiligtum stand. Die Mönche hatten also möglicherweise bewusst einen Ort gewählt, der für frühere Bewohner der Region bereits religiöse Bedeutung hatte.
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