Fort Borstal, Militärfestung in Rochester West, England
Fort Borstal ist eine Befestigung mit einer polygonalen Form, deren Defensive Positionen die Hochebene südwestlich von Rochester in Kent schützen sollten. Die Anlage erstreckt sich über das hügelige Gelände und nutzt die natürliche Topographie zur optimalen Verteidigungsfähigkeit.
Die Anlage wurde zwischen 1875 und 1895 erbaut und nutzte Gefangenenarbeit als Teil des umfangreichen Küstenschutzsystems von Südostengland. Der Bau reflektierte die militärische Strategie der viktorianischen Zeit, mögliche Invasionen von See her abzuwehren.
Das Fort war Teil eines vierteiligen Verteidigungssystems, das die viktorianischen Militäringenieure um Rochester herum schufen. Diese Befestigungen zeigen, wie die damalige Bevölkerung ihre Küste vor potenziellen Angriffen schützen wollte.
Das Fort ist derzeit nicht für Besucher zugänglich, da es nach dem Verkauf 1991 an private Eigentümer in Wohnraum umgewandelt wurde. Eine Besichtigung von außen ist möglich, wenn man die Privatgrundstücke von den öffentlichen Wegen aus beobachtet.
Über das Gelände verlief eine Eisenbahnstrecke von etwa 550 Metern Länge, die eine seilbetriebene Seilbahn zu einem Kieswerk am Fluss Medway verband. Diese Transportanlage zeigt, wie die Instandhaltung der Festung mit lokalen Ressourcen verbunden war.
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