Malling Abbey, Benediktinerkloster in West Malling, England.
Malling Abbey ist ein Benediktinerinnenkloster in West Malling, Kent, das einen normannischen Turm und Kirchenruinen aus dem Mittelalter umfasst. Die Anlage liegt in einem gepflegten Gelände und verbindet erhaltene Steinbauten mit dem aktiven Klosterleben einer Ordensgemeinschaft.
Gundulf, Bischof von Rochester, gründete das Kloster im Jahr 1090 und ernannte eine französische Nonne zur ersten Äbtissin. Nach einer Zwangsschließung im 16. Jahrhundert durch Heinrich VIII. kehrten Ordensschwestern erst im 19. Jahrhundert dauerhaft zurück.
Die Benediktinerinnen, die heute in Malling Abbey leben, folgen einem täglichen Rhythmus aus Gebet und Arbeit, der seit Jahrhunderten unverändert geblieben ist. Besucher können an bestimmten Tagen an Gottesdiensten in der Gemeinschaft teilnehmen.
Das Kloster ist nur an wenigen ausgewählten Tagen im Jahr für die Öffentlichkeit zugänglich, unter anderem während der Heritage Open Days im September. Es empfiehlt sich, die aktuellen Öffnungszeiten vorab zu prüfen, da der Zugang in der Regel auf besondere Veranstaltungen beschränkt ist.
Als Heinrich VIII. 1538 die Auflösung anordnete, weigerte sich jede einzelne Nonne, das entsprechende Dokument zu unterzeichnen. Dies ist einer der wenigen dokumentierten Fälle eines kollektiven Widerstands gegen die Klosterauflösungen in England.
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