Ruthin Gaol, Bauwerk im Vereinigten Königreich
Ruthin Gaol ist ein früheres Gefängnis in Ruthin, das heute als Museum mit Zellen, Küche und Wachhäusern zu besichtigen ist. Der Komplex umfasst mehrere Gebäude um einen Innenhof herum, wobei ein Teil als Archiv für Stadtakten genutzt wird und typische viktorianische Bauweise zeigt.
Die ursprüngliche Anlage entstand 1654 als Arbeitshaus für Arme und Arbeitslose. Das heutige Gebäude wurde ab 1775 im Pentonville-Stil erbaut und war bis 1903 in Betrieb, als William Hughes die letzte Person war, die dort hingerichtet wurde.
Das Gebäude steht an einer weniger belebten Stelle in Ruthin und wirkt vom Inneren völlig anders als von außen. Die Räume zeigen die Geschichte von Menschen, die wegen Armut oder Hunger eingesperrt waren, und ermöglichen Besuchern, ihre Geschichten durch Fotografien und nachgebildete Szenen kennenzulernen.
Der Standort an der Clwyd Street hat einen gebührenpflichtigen Parkplatz in der Nähe und ist leicht von anderen historischen Orten wie dem Schloss erreichbar. Die Besichtigung dauert etwa anderthalb Stunden, und Kinder sowie Hunde sind willkommen, was es zu einem familien- und haustierfreundlichen Ziel macht.
Ein bekannter Insasse namens John Jones, genannt Coch Bach y Bala oder der Walisische Houdini, entkam zweimal aus dieser Anlage, einmal durch Bestechung 1879 und einmal durch einen Tunnel und Betttücher 1913. Seine Geschichte und eine Replik seines Sarges sind in der Ausstellung zu sehen.
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