Harrold Hall, Herrschaftsanwesen in Harrold, England.
Harrold Hall war ein dreistöckiges Herrenhaus in Bedfordshire mit aufwendiger E-förmiger Architektur und eleganten Sprossenfenstern. Das Gebäude präsentierte sich mit einem beeindruckenden Eingangsportal aus Weldon-Stein, das die Pracht des Anwesens zur Schau stellte.
Francis Farrar ließ Harrold Hall zwischen 1608 und 1610 errichten, wobei er das Gelände der aufgelösten Harrold Priory nutzte. Der Bau folgte auf den Niedergang des mittelalterlichen Klosters und markierte den Aufstieg des Landbesitzes unter Protestant-nahen Unternehmern.
Das Gebäude verkörperte die architektonischen Vorlieben wohlhabender englischer Familien der elisabethanischen Zeit durch seine Gestaltung.
Das ehemalige Anwesen liegt in der Nähe des Flusses Great Ouse in der Grafschaft Bedfordshire und war mit seinem Standort gut an das lokale Wassersystem angebunden. Der Ort ist heute als historische Stätte vom Gelande her nicht ohne weiteres zugänglich, da vom Hauptgebäude nur noch Ruinen vorhanden sind.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude als Kriegsgefangenenlager für italienische Soldaten genutzt und trug damals die Bezeichnung Camp 611. Diese Zeit hinterließ weniger bekannte Spuren in der lokalen Kriegsgeschichte und verleiht der Stätte eine zusätzliche Schicht historischer Bedeutung.
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