Holbein Gate, Gotisches Tor in Whitehall, London, England
Das Holbein-Tor war ein dreistöckiges Backsteinbauwerk mit achteckigen Türmchen an den vier Ecken und einem zentralen Torbogen für Fahrzeuge sowie einem kleineren Durchgang für Fußgänger. Es überquerte die Whitehall-Straße und verband die östlichen und westlichen Teile des ehemaligen Palace of Whitehall.
Heinrich VIII. ließ das Tor zwischen 1531 und 1532 errichten, um die beiden Teile des Palace of Whitehall zu verbinden, die durch die öffentliche Straße getrennt waren. Nach mehr als zwei Jahrhunderten wurde es 1759 abgerissen, als das Gebäude als baufällig galt.
Das Tor war mit königlichen Wappen und gemeißelten Tafeln verziert, die es als Teil des Palastgeländes kennzeichneten. Diese Verzierungen zeigten den Rang und die Macht des englischen Königshauses im 16. Jahrhundert.
Das Holbein-Tor existiert nicht mehr und ist heute nicht zu besichtigen; sein ehemaliger Standort liegt an der Whitehall-Straße im Zentrum Londons, in der Nähe des Banqueting House. Wer sich für die Geschichte des Ortes interessiert, kann die Umgebung zu Fuß erkunden, da viele nahegelegene Sehenswürdigkeiten aus derselben Epoche stammen.
Ab 1672 wurden die Obergeschosse des Tors für Verwaltungszwecke genutzt, unter anderem zur Aufbewahrung von Staatsarchiven. So verwandelte sich ein reiner Durchgang in ein Bürogebäude, das mitten über einer belebten Straße stand.
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