Rushbrooke Hall, Tudor-Herrenhaus in Rushbrooke, Suffolk, England
Rushbrooke Hall war ein Backsteinherrenhaus aus der Mitte des 16. Jahrhunderts in Suffolk, England, mit einem E-förmigen Grundriss, einem zentralen Innenhof und Ecktürmen. Am Eingang befand sich ein großes steinernes Portal, das mit Wappenreliefs der Eigentümerfamilien verziert war.
Sir Thomas Jermyn ließ das Herrenhaus um 1550 errichten, und es blieb bis 1703 im Besitz der Familie, als es an Sir Robert Davers überging. Nach mehreren Eigentümerwechseln wurde das Gebäude 1961 nach einem Brand abgerissen.
Rushbrooke Hall war ein Treffpunkt für den lokalen Adel in der Tudor-Zeit, und der E-förmige Grundriss des Gebäudes war ein bewusstes Zeichen für Reichtum und gesellschaftlichen Rang. Solche Häuser dienten nicht nur als Wohnstätten, sondern auch als Orte, an denen Familien ihre Verbindungen zur Krone und zum Landadel zur Schau stellten.
Heute ist vom Herrenhaus nur noch das Wassergraben-Erdwerk übrig, sodass Besucher keine stehenden Mauern oder Gebäude vorfinden werden. Der Bereich lässt sich zu Fuß erkunden, und der wassergefüllte Graben gibt einen Eindruck von der ursprünglichen Anlage des Anwesens.
Königin Elisabeth I. besuchte das Anwesen 1578 auf ihrer Reise durch East Anglia, was das Haus zu einer der wenigen Privatresidenzen machte, die jemals eine solche königliche Aufmerksamkeit erhielten. Solche königlichen Besuche waren für die Gastgeberfamilie mit erheblichen Kosten verbunden, da die gesamte Reisegruppe der Königin untergebracht und bewirtet werden musste.
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