St. Peter-on-the-Wall, Angelsächsische Kapelle in Bradwell-on-Sea, England
Die Kapelle des heiligen Petrus an der Mauer ist eine angelsächsische Kapelle in Bradwell-on-Sea an der Ostküste Englands, errichtet aus wiederverwendeten römischen Steinen und Ziegeln. Der rechteckige Grundriss zeigt eine Länge von etwa 15 Metern und eine Breite von rund 7 Metern, mit dicken Steinmauern und einem schlichten Innenraum ohne Kirchenschiff oder Turm.
Bischof Cedd gründete diese Kapelle im Jahr 654 an der Stelle eines aufgegebenen römischen Küstenforts. Über die Jahrhunderte diente das Gebäude abwechselnd als Scheune und wurde im 20. Jahrhundert wieder für kirchliche Zwecke geweiht.
Der Bau steht auf den Grundmauern des römischen Kastells Othona und trägt dessen Namen in der benachbarten Gemeinschaft weiter. Besucher können jeden Donnerstag an einer anglikanischen Kommunionfeier teilnehmen und erleben dabei die ruhige Atmosphäre eines Ortes, der seit Jahrhunderten als Stätte der Besinnung dient.
Der Zugang erfolgt über einen etwa anderthalb Kilometer langen Feldweg, der an der St.-Thomas-Kirche beginnt und durch offenes Ackerland führt. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da der Weg bei Nässe rutschig werden kann und an manchen Stellen uneben ist.
Die Kapelle zählt zu den ältesten weitgehend intakten Kirchenbauten Englands aus der Zeit vor der normannischen Eroberung. Teile der ursprünglichen Apsis und der Seitenkammern sind heute verschwunden, doch die Hauptstruktur zeigt noch immer die Handschrift frühchristlicher Baumeister.
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