Fort Detroit, Militärfort in Detroit, Michigan
Fort Detroit war eine französische Militäranlage am nördlichen Ufer des Detroit River, die im frühen 18. Jahrhundert die Wasserstraße zwischen dem Eriesee und dem Saint-Clair-See kontrollierte. Die Befestigung bestand aus Holzpalisaden mit Bastionen an den Ecken und umfasste Baracken, Lagerhäuser sowie Wohngebäude für Offiziere und Händler.
Antoine Laumet de La Mothe-Cadillac gründete Fort Pontchartrain du Detroit im Jahr 1701 mit 100 Soldaten und Siedlern aus Montreal, um den Pelzhandel der französischen Krone zu sichern. Die Briten übernahmen die Festung 1760 nach dem Siebenjährigen Krieg und verloren sie 1796 an die junge amerikanische Republik.
Die Festung lag am Schnittpunkt der Handelswege zwischen verschiedenen indigenen Völkern und europäischen Kolonien, wo Geschäftsleute, Soldaten und Händler aus unterschiedlichen Ländern Waren tauschten. Im Inneren der Palisaden befand sich ein lebhafter Markt, der Pelze aus dem Norden gegen Werkzeuge, Waffen und Stoffe aus Europa brachte.
Die ehemalige Festungsanlage lag im heutigen Stadtzentrum von Detroit nordöstlich der Kreuzung Washington Boulevard und West Jefferson Avenue, wo heute moderne Gebäude stehen. Auf Straßenschildern und historischen Markierungen finden Besucher Hinweise auf die ursprüngliche Lage der Bastionen und Tore.
Im Jahr 1703 entstand innerhalb der Palisaden die Kapelle Sainte-Anne de Detroit als erste Steinkirche am oberen Michigansee, die heute an einer anderen Stelle in Detroit weiterhin in Betrieb ist. Das ursprüngliche Gotteshaus diente als geistlicher Mittelpunkt für französische Siedler und indigene Konvertiten, die gemeinsam Gottesdienste feierten.
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