Fort Harmar, Historische Militärfestung in Marietta, Vereinigte Staaten.
Fort Harmar war eine Militärfestung an der Mündung des Muskingum in den Ohio, erbaut mit fünfeckigen Holzmauern von etwa 4 Metern Höhe. Die Anlage kontrollierte beide Flussläufe und überwachte den Schiffsverkehr in der strategischen Region.
Die Festung wurde 1785 unter Colonel Josiah Harmar errichtet, um die Besiedlung nördlich des Ohio zu kontrollieren und militärische Präsenz zu zeigen. Sie spielte eine wichtige Rolle in den frühen Jahren der amerikanischen Westexpansion.
Die Festung war Schauplatz wichtiger Verhandlungen zwischen der US-Regierung und lokalen Indianerstämmen, wobei der Vertrag von 1789 hier unterzeichnet wurde. Besucher können heute an diesem historischen Ort die Bedeutung dieser frühen diplomatischen Bemühungen nachvollziehen.
Der Ort befindet sich an einem ruhigen Flussabschnitt und ist relativ einfach zu erreichen, bietet aber wenig Schutz vor Wetter. Besucher sollten sich auf freiem Gelände auf die Sonne oder Regen vorbereiten und gutes Schuhwerk tragen, da das Gelände uneben ist.
Zwei Offiziere der Festung, Major Ebenezer Denny und Joseph Buell, hinterließen detaillierte Tagebücher, die einen seltenen Einblick in das tägliche Lagerleben während vier Jahren geben. Diese handschriftlichen Berichte sind heute eine wichtige Quelle für das Verständnis des frühen Militäralltags an der Grenze.
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