Huron Cemetery, Indianischer Friedhof in Kansas City, Vereinigte Staaten
Der Huron Friedhof ist eine Begräbnisstätte der Native Americans am North 7th Street Trafficway und Minnesota Avenue in Kansas City, die zwischen 400 und 800 Gräber birgt. Die Stätte liegt auf einer Anhöhe mit Blick auf die Kansas- und Missouri-Flüsse und zeigt historische Grabmarkierungen sowie neuere Denkmäler, die durch Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Stammesvertretern entstanden sind.
Der Friedhof wurde 1843 von der Wyandotte Nation gegründet, nachdem sie aus Ohio zwangsweise nach Kansas verlegt worden war. Diese Verlegung markierte einen entscheidenden Moment in der Geschichte der Verdrängung von Native Americans, da die Gemeinschaft einen neuen Ort für ihre Verstorbenen etablierte.
Der Friedhof ist ein heiliger Ort für die Wyandotte Nation und beherbergt Stammesmitglieder, die hier ihre Verbindung zur Heimat bewahrt haben. Das Gelände dient der Gemeinde bis heute als Ort für zeremonielle Zusammenkünfte und spirituelle Praktiken.
Der Friedhof ist täglich für Besucher zugänglich, um die historischen Grabmarkierungen und Denkmäler zu besichtigen. Es ist ratsam, sich Zeit für einen ruhigen Spaziergang auf der Anhöhe zu nehmen und die Aussicht auf die Flüsse zu nutzen, während man die spirituelle Bedeutung des Ortes respektiert.
Eliza Conley, eine Angehörige der Wyandotte Nation, war die erste Native American Frau, die Anfang des 20. Jahrhunderts vor dem Obersten Gerichtshof argumentierte. Sie kämpfte leidenschaftlich gegen Pläne zur Entwicklung des Friedhofs und verteidigte damit nicht nur einen heiligen Ort, sondern auch die Rechte ihres Volkes.
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