Rosewood Center, Medizinische Einrichtung in Owings Mills, Maryland, USA.
Das Rosewood Center war eine Gesundheitseinrichtung in Owings Mills, die sich über mehrere Gebäude verteilte und medizinische sowie Bildungsdienstleistungen für Menschen mit Entwicklungsstörungen bereitstellte. Die Anlage befand sich auf einem ausgedehnten Gelände mit verschiedenen Abteilungen für unterschiedliche Behandlungs- und Ausbildungszwecke.
Die Einrichtung wurde 1888 als Asyl und Trainingsschule für Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen gegründet und war fast 121 Jahre lang in Betrieb. Ihre Schließung im Jahr 2009 markierte das Ende einer langen Ära der institutionellen Versorgung in Maryland.
Die Einrichtung unterrichtete männliche Bewohner in Landwirtschaft und Zimmermannshandwerk, während Frauen Hauswirtschaft lernten, was die gesellschaftlichen Normen des späten 19. Jahrhunderts widerspiegelte. Diese geschlechtsspezifische Arbeitsteilung war Teil des täglichen Lebens und zeigte, wie Institutionen damals Menschen auf bestimmte Rollen vorbereiten wollten.
Das Gelände wurde 2008 schrittweise geschlossen, und alle Bewohner wurden bis 2009 in alternative Betreuungseinrichtungen verlegt. Heute existiert der Ort nur noch in historischen Aufzeichnungen und Archiven, da die Gebäude nicht mehr öffentlich zugänglich sind.
Zwischen 1911 und 1933 setzte sich ein Anwalt namens Harry B. Wolf für die Freilassung von etwa 166 Patienten durch Habeas-Corpus-Anträge ein. Diese Freilassungen führten jedoch oft zu Missbrauch, da viele dieser Personen später als häusliche Arbeitskräfte ausgebeutet wurden.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.