West Side Stadium, Mehrzweckstadion-Projekt in West Side, Manhattan, Vereinigte Staaten.
Das West Side Stadium war ein nicht verwirklichter Plan für eine vielseitige Sportanlage, die über den Gleisen der Hudson Yards an der West Side von Manhattan hätte entstehen sollen. Der Entwurf sah ein Dach vor, das geöffnet und geschlossen werden konnte, sowie Platz für rund 75.000 Zuschauer bei normalen Veranstaltungen und bis zu 85.000 während möglicher olympischer Wettkämpfe.
Die Metropolitan Transportation Authority führte ab den frühen 2000er-Jahren Verhandlungen mit dem Footballteam New York Jets über die Rechte am Grundstück über den Bahngleisen. Das Projekt wurde 2005 von staatlichen Behörden abgelehnt, nachdem Politiker und Bürgergruppen Bedenken über die Finanzierung und die Auswirkungen auf die Nachbarschaft geäußert hatten.
Die Absicht, dieses Projekt über dem Gelände der Hudson Yards Rail Yards zu errichten, brachte Debatten über den Wert öffentlicher Flächen an solch einer zentralen Stelle in Manhattan. Viele Einwohner waren skeptisch gegenüber einem privat geführten Sportstadion an einem Ort, der auch Wohnungen, Grünflächen oder gemeinschaftliche Einrichtungen hätte aufnehmen können.
Die geplante Anlage hätte das ganze Jahr über zugänglich sein sollen, um Konferenzen und Veranstaltungen außerhalb der Sportzeiten zu ermöglichen. Besucher hätten durch den Einsatz der Mehrzweckflächen auch während Pausen zwischen Spielzeiten auf die Räumlichkeiten zugreifen können.
Nach der Ablehnung des Projekts wandten sich die New York Jets nach New Jersey und teilten sich schließlich das MetLife Stadium mit den New York Giants. Dieser Schritt machte die beiden Mannschaften zum ersten Beispiel zweier NFL-Teams, die sich dauerhaft ein Heimstadion außerhalb der Stadt teilen, deren Namen sie tragen.
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