White Hall, Kolonialhaus nahe Annapolis, Vereinigte Staaten
White Hall ist ein Kolonialhaus auf einer Halbinsel zwischen zwei Flussarmen in Maryland, das sich durch handwerklich gefertigte Holzarbeiten im Inneren und eine klassische Säulenvorhalle auszeichnet. Das Gebäude folgt einer fünfteiligen Grundrissgestaltung mit einem Hauptsaal, dessen Decke gewölbt ist und weitere Empfangsräume verbindet.
Ein Gouverneur des Staates befahl den Bau dieses Hauses 1764, bewohnte es dann für etwa zehn Jahre, bevor die Ereignisse der Zeit ihn zur Rückkehr nach England bewogen. Das Haus überstand die Umwälzungen dieser Epoche und blieb bis heute erhalten.
Das Gebäude zeigt die Art, wie wohlhabende Kolonialbeamte ihre Häuser gestalteten und nutzten, mit Räumen für Empfänge und formale Zusammenkünfte. Die Innenausstattung spiegelt die Handwerkskunst wider, die in dieser Region während des 18. Jahrhunderts gepflegt wurde.
Der Ort befindet sich mehrere Kilometer östlich von Annapolis und ist am besten zu erreichen, wenn man sich vorher über die genaue Lage informiert. Besuch sollte während der warmen Jahreszeit geplant werden, wenn das Anwesen und die umgebende Landschaft am zugänglichsten sind.
Das Haus gehört zu einer sehr seltenen Gruppe von Gebäuden aus der Kolonialzeit in den ursprünglichen dreizehn Bundesstaaten, die einen klassischen Tempel-Portikus aufweisen. Diese architektonische Besonderheit macht es zu einer Ausnahmeerscheinung in der frühen amerikanischen Baukultur jener Gegend.
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