Élan School, Sonderpädagogisches Internat in Poland, Maine, Vereinigte Staaten
Élan School war eine Spezialschule für Jugendliche mit Verhaltensproblemen in einer ländlichen Gegend von Maine, die Wohnheime und Unterrichtsräume auf einem zusammenhängenden Gelände vereinte. Der Campus bestand aus mehreren Gebäuden, in denen Schüler aus verschiedenen US-Bundesstaaten untergebracht wurden und neben regulärem Schulunterricht an therapeutischen Programmen teilnahmen.
Joseph Ricci und der Psychiater Gerald Davidson gründeten die Schule im Jahr 1970 als Therapieinternat, das Unterricht mit Verhaltensmodifikation kombinierte. Über vier Jahrzehnte nahm die Einrichtung Jugendliche auf, bis sie nach Ermittlungen wegen ihrer Methoden und sinkenden Schülerzahlen geschlossen wurde.
Die Einrichtung folgte einem geschlossenen Internatsmodell, in dem Jugendliche in strukturierten Gruppen lebten und nach Regeln therapeutischer Gemeinschaften der Nachkriegszeit arbeiteten. Ehemalige Teilnehmer berichten von strengen Tagesabläufen, bei denen Gruppentherapie und Verhaltenstraining den Alltag prägten und individuelle Freizeitgestaltung nur begrenzt möglich war.
Der Standort liegt abseits von größeren Ortschaften in bewaldeter Umgebung, was eine gewisse Abgeschiedenheit mit sich brachte. Heute existiert die Einrichtung nicht mehr, daher sind keine Besuche oder Besichtigungen möglich.
Die Einrichtung schloss im Jahr 2011 nach umfangreichen Ermittlungen und einem anhaltenden Rückgang der Schülerzahlen. Viele ehemalige Bewohner haben später öffentlich über ihre Erfahrungen berichtet und damit eine breitere Debatte über Internatstherapien angestoßen.
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