Cass Corridor, human settlement in Wayne County, Michigan, United States of America
Cass Corridor ist ein Stadtviertel in Detroit, das sich auf der Westseite von Woodward Avenue erstreckt und zwischen den Interstate-Highways 75 und 94 liegt. Das Gebiet wird durch breite Straßen mit gemischter Bebauung geprägt, wo alte Häuser neben neuen Geschäften und Restaurants stehen, während Kunstausstellungen und Musikorte wie Third Man Records den kulturellen Charakter bestimmen.
Das Viertel wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von Lewis Cass gegründet und entwickelte sich dann zu einem Wohngebiet wohlhabender Familien mit großen Villen im Queen-Anne- und Italianate-Stil. Im frühen 20. Jahrhundert erlebte die Gegend ihren Höhepunkt mit Orchestra Hall (1919), der Masonic Temple (1926) und wurde danach durch den Niedergang der Automobilindustrie und die Abwanderung in die Vororte stark verändert.
Der Cass Corridor war lange Zeit ein Zentrum für Künstler und Musiker, die in günstigen, oft heruntergekommenen Gebäuden Ateliers einrichteten. Heute kann man noch immer diese kreative Präsenz spüren, wenn man durch die Straßen geht und die vielen Kunstgalerien und Musikläden entdeckt.
Das Viertel ist leicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden, mit vielen Restaurants, Bars und Geschäften verteilt über die Straßen. Die beste Zeit zum Besuchen ist an einem sonnigen Nachmittag oder Abend, wenn die Lokale und Galerien aktiv sind und die Straßen belebt wirken.
Das Viertel war einmal das größte Vergnügungszentrum Detroits mit Tanzlokalen und Jazzclubs, erlebte dann aber einen steilen Verfall durch Brände und Drogenprobleme in den 1970er und 80er Jahren. Die Gemeinschaft organisierte daraufhin Ereignisse wie Dally in the Alley, um die Menschen zusammenzubringen und das Viertel lebendig zu halten.
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