City workhouse castle, Städtisches Gefängnis von 1897 in Kansas City, Vereinigte Staaten.
Der Bau aus gelbem Kalkstein weist eine Architektur der romanischen Neogotik mit zinnenbesetzten Türmen und massiven Mauern auf. Die Struktur umfasst mehrere Stockwerke mit verstärkten Betonböden, während schmale Fensteröffnungen und schwere Türen die ursprüngliche Sicherheitsfunktion verdeutlichen. Das Gebäude steht heute als Ruine in einem etwa 7 Hektar großen Gelände.
Die Stadt Kansas City ließ das Gefängnis 1897 für 25.700 Dollar errichten, wobei Insassen des alten Stadtgefängnisses den gelben Kalkstein aus natürlichen Vorkommen brachen. Die Anlage blieb bis in die 1960er Jahre in Betrieb, bevor sie aufgegeben wurde. Seitdem verfiel das Gebäude zunehmend und wurde 2018 in das Register gefährdeter Baudenkmäler aufgenommen.
Die Einrichtung steht für den Wandel im amerikanischen Strafvollzug der 1890er Jahre, als Städte begannen, Arbeitsprogramme und Bildungsangebote für Häftlinge einzuführen, um deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu fördern. Das Gebäude diente über sechs Jahrzehnte als kommunales Gefängnis, bis städtische Behörden neue moderne Haftanstalten errichteten.
Das Gelände befindet sich an der Adresse 2001 Vine Street, unweit des historischen Viertels 18th and Vine, das für seine Jazzgeschichte bekannt ist. Die Ruine ist nicht öffentlich zugänglich und sollte nur von außen betrachtet werden. Besucher können das Gebäude von angrenzenden Straßen aus fotografieren, sollten jedoch das Grundstück nicht betreten.
Weibliche Häftlinge belegten das zweite Stockwerk und stellten dort Uniformen her, während männliche Gefangene Arbeiten für städtische Behörden verrichteten, bevor sie zur Municipal Farm verlegt wurden. Die Insassen bauten ihr eigenes Gefängnis, indem sie den gelben Kalkstein aus nahegelegenen Steinbrüchen abbauten und die schweren Mauern selbst hochzogen.
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