Liberia, human settlement in United States of America
Liberia ist ein zweistöckiges Backsteinhaus aus dem frühen 19. Jahrhundert in Manassas, Virginia, mit einem seitlich angeschlagenen Dach und einem dekorativen Backsteinsims in Sägezahnmuster. Das Haus hat eine zentrale Eingangshalle mit Zimmern auf beiden Seiten und steht auf einem weitläufigen Grundstück, das noch heute zugänglich ist.
Das Haus wurde 1825 für William und Harriet Weir erbaut und wechselte während des Bürgerkriegs mehrfach den Besitzer der Nutzung. Sowohl der konföderierten General P. G. T. Beauregard als auch die Unionstruppen nutzten es als Hauptquartier, und Präsident Abraham Lincoln besuchte es 1862.
Liberia war einst eine Plantage, auf der versklavte Menschen arbeiteten, deren Namen heute weitgehend vergessen sind. Das Manassas Museum bewahrt die Geschichte der Familie Naylor, einer der wenigen Familien, deren Schicksal noch heute nachvollzogen werden kann.
Das Haus ist samstags von Frühling bis Spätsommer nachmittags für Besucher geöffnet, während das Gelände täglich zugänglich ist. Für Privatführungen und besondere Veranstaltungen kann man sich über das Manassas Museum informieren.
Nach dem Krieg kaufte Robert Portner, ein Brauer aus Alexandria, das Anwesen und verwandelte es in eine Molkerei. Er stellte dabei einige Nachkommen der Familie Naylor ein, die zuvor auf der Plantage versklavt worden waren.
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