Jeffersonville Quartermaster Depot, Militärdepot in Jeffersonville, Vereinigte Staaten.
Das Jeffersonville Quartermaster Depot ist eine große Militäranlage mit Ziegelbauwerken, gewölbten Glaseingängen und Lagerhallen, die sich über mehrere Stadtblöcke in der Nähe des Ohio River erstreckt. Die Anlage besteht aus verschiedenen Funktionsbereichen, wobei der renovierte Quadrangle-Bereich heute als Rathaus dient und mehrere Büros sowie kommerzielle Flächen beherbergt.
Die Anlage wurde 1862 gegründet und wuchs während des Bürgerkriegs auf über 1.600 Hektar an, um Union-Truppen mit Nachschub zu versorgen. Sie wurde zu einem der wichtigsten Versorgungszentren der Nordstaaten und spielte eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung der Kriegsanstrengungen.
Der Depot war für Jeffersonville lange Zeit der größte Arbeitgeber und prägte das Leben vieler Familien in der Stadt. Die Arbeiter, besonders Näherinnen und Handwerker, versammelten sich hier täglich und machten den Ort zu einem sozialen Zentrum der Gemeinde.
Das Gelände ist gut zu Fuß erreichbar und bietet verschiedene Eingänge für Besucher, wobei der Quadrangle-Bereich als städtisches Verwaltungszentrum leicht zugänglich ist. Da hier noch aktive Geschäfts- und Behördentätigkeiten stattfinden, ist es ratsam, tagsüber zu besuchen, wenn die Büros geöffnet sind.
Die Anlage erreichte während des Spanisch-Amerikanischen Krieges Ruhm als größte Hemdfabrik Amerikas, wo monatlich etwa 100.000 Uniformhemden hergestellt wurden. Dieser Produktionsrekord zeigte, wie ein lokales Depot zu einer nationalen Industriemacht werden konnte.
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