Hotel Gondolín, hotel en Buenos Aires, Argentina
Hotel Gondolín ist ein dreistöckiges Gebäude in Villa Crespo mit einer blauen Fassade, das etwa 23 Zimmer beherbergt. Das Haus dient gleichzeitig als Wohnraum, Versammlungsort und Kulturzentrum, in dem die Bewohnerinnen Näh- und Designkurse anbieten.
Das Gebäude war ursprünglich in den 1990er Jahren ein traditionelles Hotel, wurde aber später hauptsächlich als Unterkunft für Sexarbeit genutzt und verfiel in einen schlechten Zustand mit gefährlichen Bedingungen. Die dort lebenden Frauen organisierten sich 2003 zur Asociación Civil Gondolín und übernahmen die Verwaltung des Hotels selbst, wodurch es sich in einen sicheren Wohnort für trans und travesti Frauen verwandelte.
Der Name 'Gondolín' erinnert an einen sicheren Ort aus einer bekannten Geschichte. Die Bewohnerinnen haben das Hotel zu einem Treffpunkt gemacht, wo sie gemeinsam Mahlzeiten teilen, sich gegenseitig unterstützen und ihre Identitäten ausleben können, ohne Angst vor Ablehnung oder Gewalt zu haben.
Das Hotel befindet sich in Villa Crespo an der Araoz Straße und ist durch seine blaue Fassade leicht zu erkennen, mit einem großzügig gestalteten Eingang und gemeinsamen Bereichen. Die Besucher sollten beachten, dass dies in erster Linie ein Wohnraum ist und Respekt vor der Privatsphäre und dem täglichen Leben der Bewohnerinnen wichtig ist.
Ein Dokumentarfilm von 2005 zeigt das tägliche Leben in dem Hotel und erhielt Anerkennung bei einem bedeutenden Festival für queeres Kino in Argentinien. Später veröffentlichte ein Verlag in Madrid ein Fotobuch über den Ort, um diesen beispielhaften Raum kollektiver Selbstverwaltung und Gemeinschaft zu würdigen.
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