Hindmarsh Island bridge controversy, Brückenkonfliktstandort in Goolwa, Australien
Die Hindmarsh Island Bridge verbindet das Festland bei Goolwa mit Hindmarsh Island und überquert dabei den Murray River in Südaustralien. Die Brücke ist ein gerader Fahrweg, der eine frühere Fährverbindung ablöste und heute Autos zwischen den beiden Ufern verkehren lässt.
Robert Tickner, der damalige Minister für Aboriginal Affairs, verhängte 1994 ein 25-jähriges Bauverbot, nachdem Behauptungen über die heilige Natur der Stelle aufkamen. Die Brücke wurde schließlich im Jahr 2001 fertiggestellt, nachdem das Verbot aufgehoben worden war.
Die Ngarrindjeri-Frauen brachten vor, dass diese Stelle eine besondere Bedeutung habe, die nicht öffentlich besprochen werden dürfe. Diese Argumentation führte den Begriff des geheimen Frauenwissens in die australische Rechtsprechung ein.
Die Brücke ist für den normalen Straßenverkehr geöffnet und ermöglicht eine direkte Fahrt zur Insel, die früher nur per Fähre erreichbar war. Man überquert sie in wenigen Minuten und findet auf beiden Seiten Parkplätze sowie Fußwege entlang des Ufers.
Das Bundesgericht wies im Jahr 2001 Schadensersatzforderungen der Entwickler ab und erkannte die mögliche Gültigkeit der Traditionen der Ureinwohner hinsichtlich der Brückenstelle an. Diese Entscheidung zeigte, wie schwierig es sein kann, mündliche und geheime Überlieferungen vor Gericht zu bewerten.
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