Besetzung des Wohlgroth-Areals, Alternativer Sozialraum in Zürich, Schweiz.
Die Besetzung des Wohlgroth-Areals war ein alternatives Sozialzentrum in Zürich, bestehend aus fünf besetzten Gebäuden auf dem Gelände einer ehemaligen Fabrik nahe dem Hauptbahnhof. Die Gebäude boten Wohnraum, Notunterkünfte, eine Bibliothek, ein Kino und eine Gemeinschaftsküche.
Die Besetzung begann im Mai 1991, nachdem die Wohlgroth AG ihre Fabrik 1989 verlassen hatte und das Gelände leer stand. Sie dauerte bis November 1993 und war zeitweise für rund 100 Menschen ein Zuhause.
Die Besetzung war bekannt für ihre selbst organisierten Kulturveranstaltungen, darunter Filmvorführungen, Konzerte und Kunstausstellungen. Lokale Künstler und Aktivisten nutzten den Ort als Plattform, um ihre Arbeit zu zeigen und sich auszutauschen.
Das Wohlgroth-Areal lag direkt beim Zürcher Hauptbahnhof und war deshalb sehr einfach zu Fuss oder mit dem Zug zu erreichen. Da es sich um eine historische Stätte handelt, die heute nicht mehr existiert, eignet sich ein Besuch vor Ort vor allem für alle, die sich für die Geschichte des Ortes interessieren.
Entlang der Bahngleise prangte ein Graffiti mit dem Wort 'Zureich', ein Wortspiel aus 'Zürich' und 'reich', das eine anti-kapitalistische Botschaft vermittelte. Es war gut von vorbeifahrenden Zügen aus sichtbar und wurde so zu einem der bekanntesten Zeichen des Ortes.
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