Zähringerstadt, Mittelalterlicher Bezirk in Bern, Schweiz
Die Zähringerstadt ist ein mittelalterliches Viertel in Bern mit drei parallelen Hauptstraßen, die sich über etwa 750 Meter zwischen der Nydegg-Burg und dem Zytglogge-Turm erstrecken. Das Gebiet wird von geschlossenen Laubengängen geprägt, die die Gehwege überdachen und den Straßenraum charakterisieren.
Der Herzog Berthold V. von Zähringen gründete diesen Stadtteil 1191 und schuf damit eine Siedlung, die zur Grundlage der heutigen Schweizer Hauptstadt wurde. Diese Gründung war Teil einer größeren Expansion der Zähringer in der Region und prägte die städtische Entwicklung für Jahrhunderte.
Der Name Kramgasse erinnert an die Händler, die einst hier ihre Waren verkauften, während Junkerngasse die Wohnbereiche der wohlhabenden Familien markierte. Diese Aufteilung zeigt noch heute, wie die mittelalterliche Gesellschaft räumlich organisiert war und welche Rolle einzelne Gruppen im städtischen Leben spielten.
Die breiten Laubengänge machen das Viertel unabhängig vom Wetter erkundbar und ermöglichen komfortables Spazieren zu jeder Jahreszeit. Die drei parallelen Straßen lassen sich leicht durchqueren und bieten gute Orientierung für Besucher, die die verschiedenen Bereiche erkunden möchten.
Die ursprüngliche Breite und Ausrichtung der drei Straßen sind unverändert geblieben und ermöglichen es, die mittelalterliche Stadtplanung direkt nachzuvollziehen. Besucher können so unmittelbar sehen, wie die Stadt vor mehr als 800 Jahren geplant und gebaut wurde.
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