Ulmer Münster, Lutherische Kirche in Ulm, Deutschland
Das Ulmer Münster ist ein evangelisches Kirchengebäude im Zentrum von Ulm, dessen einzelner Turm sich 161,53 Meter über die Stadt erhebt. Die gotische Bauweise umfasst ein hohes Mittelschiff mit schmalen Seitenschiffen und große Fenster, die das Innere mit Licht durchfluten.
Der Bau begann 1377, als Bürgermeister Ludwig Krafft den Grundstein legte, doch die Fertigstellung dauerte bis 1890 und erstreckte sich über fünf Jahrhunderte. Der Turm wurde erst im 19. Jahrhundert nach den ursprünglichen mittelalterlichen Plänen vollendet.
Im Inneren befinden sich Eichenchöre, die Jörg Syrlin der Ältere im 15. Jahrhundert schuf und mit Figuren aus Geschichte und Religion verzierte. Die Schnitzarbeiten zeigen Propheten, Philosophen und Heilige in kleinen Szenen, die Besucher heute noch betrachten können.
Besucher können 768 steinerne Stufen zu einer Aussichtsplattform auf 141 Metern hinaufsteigen, von der aus man die Schwäbische Alb und die Alpen sehen kann. Der Aufstieg ist körperlich anspruchsvoll und erfordert etwa eine halbe Stunde Gehzeit bei mäßigem Tempo.
Während des Zweiten Weltkriegs blieb das Gebäude weitgehend unversehrt, da eine Bombe, die 1945 auf den Chorraum fiel, nicht detonierte. Dieser Blindgänger wurde später entschärft und das Bauwerk konnte ohne schwere Schäden überstehen.
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