Goldener Hut von Schifferstadt, Bronzezeitliche Zeremonialkopfbedeckung in Speyer, Deutschland
Der Goldene Hut von Schifferstadt ist eine kegelförmige Kopfbedeckung aus dünnem Goldblech mit einer Höhe von etwa dreißig Zentimetern und aufwendigen Ringmustern auf der Oberfläche. Das Stück zeigt konzentrische Reihen geprägter Ornamente und gehört zu den bedeutendsten Goldfunden der Bronzezeit in Mitteleuropa.
Ein Landarbeiter fand den Hut im Jahr 1835 beim Pflügen eines Ackers in der Nähe von Schifferstadt zusammen mit drei Bronzebeilen aus der Zeit zwischen 1400 und 1300 vor Christus. Die Entdeckung machte deutlich, dass Handwerker dieser Zeit bereits komplexe Metallbearbeitungstechniken beherrschten.
Die Zeremonialkopfbedeckung symbolisierte die Verbindung zwischen religiösen Führern und himmlischem Wissen in den mitteleuropäischen Gesellschaften der Bronzezeit.
Das Historische Museum der Pfalz in Speyer zeigt das Original in einer klimakontrollierten Vitrine im ersten Stock des Gebäudes. Kopien des Fundstücks kann man im Rathaus von Schifferstadt und im örtlichen Heimatmuseum besichtigen.
Nur vier vergleichbare goldene Kegelformen wurden bisher in ganz Europa gefunden, und dieser Hut ist das älteste bekannte Exemplar dieser Art. Wissenschaftler vermuten, dass die eingeprägten Muster möglicherweise einen frühen Mondkalender darstellen könnten.
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