Haus der Geschichte, Geschichtsmuseum in Bonn, Deutschland
Haus der Geschichte ist ein Museum für Zeitgeschichte im Bonner Stadtbezirk, das auf mehreren Etagen die deutsche Nachkriegszeit bis heute darstellt. Die Ausstellungsräume folgen einem chronologischen Rundgang mit thematischen Schwerpunkten, die das politische und gesellschaftliche Leben in beiden deutschen Staaten nachzeichnen.
Der Bundestag beschloss 1982 die Einrichtung einer Institution zur Darstellung der deutschen Nachkriegsgeschichte, woraufhin die Bauarbeiten 1989 begannen. Die Eröffnung fand 1994 statt, nur wenige Jahre nach der Wiedervereinigung und während Bonn noch Regierungssitz war.
Der Name erinnert an die parlamentarische Debatte der 1980er Jahre, die zur Gründung eines zeitgeschichtlichen Forums führte. Heute gehen Besucher durch Räume mit alltäglichen Gegenständen wie Konservendosen, Radios und Kleidung, die das Leben im geteilten und wiedervereinten Deutschland greifbar machen.
Das Museum liegt an der Willy-Brandt-Allee im Bonner Museumsviertel und verlangt keinen Eintritt, was einen spontanen Besuch ohne Planung ermöglicht. Die Räume sind barrierefrei zugänglich und die Ausstellung ist von Dienstag bis Sonntag geöffnet, wobei montags geschlossen bleibt.
Ein eigener Kinosaal aus den 1950er Jahren zeigt Wochenschaufilme, die das Publikum damals in den Kinos sah, und vermittelt so den Blick der Medien auf historische Ereignisse. Daneben steht der Salonwagen, den Bundeskanzler während ihrer Amtszeit für Reisen durch das Land nutzten.
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