Benediktinerabtei Schuttern, Benediktinerkloster in Friesenheim, Deutschland.
Schuttern Abbey ist ein ehemaliges Benediktinerkloster in Friesenheim, im deutschen Bundesland Baden-Württemberg, mit einer Kirche, die noch heute steht und deren Untergeschoss für Besucher zugänglich ist. Unter dem Kirchenboden wurden Fundamente aus verschiedenen Bauphasen freigelegt, die zeigen, wie das Gebäude im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und erweitert wurde.
Das Kloster wurde im frühen 7. Jahrhundert von einem irischen Mönch namens Offo gegründet und trug zunächst den Namen Offoniscella. Im 8. Jahrhundert übernahm die Gemeinschaft die Benediktinerregel, was die Ausrichtung des Klosters grundlegend veränderte.
Das Kloster war einst ein wichtiges Zentrum für das Kopieren von Handschriften, und einige dieser Werke haben die Jahrhunderte überdauert. Wer die Kirche besucht, kann im Untergeschoss die freigelegten Fundamente sehen, die von den verschiedenen Bauphasen des Gebäudes zeugen.
Der Kirchenraum ist zugänglich, aber das Untergeschoss, in dem die archäologischen Funde ausgestellt sind, ist schwach beleuchtet und teilweise in den Boden eingelassen, weshalb festes Schuhwerk empfehlenswert ist. Wer sich die freigelegten Fundamente in Ruhe ansehen möchte, sollte genügend Zeit einplanen.
Unter dem Kirchenboden befindet sich ein mittelalterliches Mosaik mit einer Darstellung von Kain und Abel, das als das älteste figürliche Bodenmosaik Deutschlands gilt. Es wurde nicht als Wandschmuck geschaffen, sondern war von Anfang an dazu gedacht, unter den Füßen der Gläubigen zu liegen.
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