Altstadt Schongau, Mittelalterliches Denkmalensemble in Schongau, Deutschland
Die Altstadt Schongau ist ein erhaltenes mittelalterliches Zentrum, das von einer etwa 1.630 Meter langen Ringmauer aus dem 13. Jahrhundert umgeben ist, mit fünf noch vorhandenen Türmen und zwei Eingangstoren. Der Marktplatz erstreckt sich durch den längsten Teil der Stadt und war ursprünglich für das Lagern von Waren und das Parken von Wagen konzipiert, nicht als Durchgangsstraße.
Nach 1225 wurde die Stadt als geplante Staufer-Stadt gegründet und kam 1268 an die Bayerischen Herzöge, als die nahegelegene Stadt Altenstadt aufgegeben wurde. Diese Umgestaltung und Übernahme prägte die Entwicklung Schongaus als bedeutende Handelsstadt in der Region.
Das Ballenhaus mit seinen charakteristischen Treppengiebeln prägt das Stadtbild und zeigt, wie die mittelalterliche Gemeinschaft Handel und Verwaltung unter einem Dach organisierte. Solche Gebäude waren der Ort, wo Kaufleute ihre Waren lagerten und die Stadt ihre Geschäfte führte.
Der Ort ist gut zu Fuß zu erkunden, da alle wichtigen Bereiche innerhalb der mittelalterlichen Mauern liegen und leicht erreichbar sind. Die enge Straßenführung und das Gefälle machen bequemes Schuhwerk empfehlenswert.
Die Pfarrkirche beherbergt Deckenmalereien von 1761 des Künstlers Matthäus Günther, die den Heiligen Geist auf ungewöhnliche Weise als barocken Kavalier darstellen. Diese eigenwillige Darstellung ist ein seltenes Beispiel für künstlerische Freiheit in der religiösen Barockkunst.
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