Tötungsanstalt Hadamar, Nationalsozialistische Tötungsanstalt und Gedenkstätte in Hadamar, Deutschland.
Das Hadamar Euthanasie-Zentrum ist ein ehemaliges Krankenhaus, in dem während des Nationalsozialismus unheilbar Kranke und Menschen mit Behinderungen getötet wurden. Im Kellergeschoss zeigen Ausstellungen heute Dokumente und Informationen über diese systematischen Tötungen.
Das Krankenhaus wurde in den 1920er Jahren als Heilanstalt gegründet und 1941 zur Tötungsstätte umfunktioniert. Tausende Menschen wurden hier in wenigen Monaten ermordet, bevor die Operationen gestoppt wurden.
Der Gedenkgarten zeigt Grabsteine verschiedener Religionen und erinnert daran, wie Menschen unterschiedlichen Glaubens hier starben. Der Ort respektiert diese Vielfalt durch die sichtbaren Symbole und macht die menschliche Dimension der Geschichte erfahrbar.
Der Ort ist über öffentliche Verkehrsmittel erreichbar und bietet Führungen an, um die Ausstellung mit fachkundiger Anleitung zu verstehen. Es ist empfehlenswert, sich Zeit für den Besuch zu nehmen und die Ausstellung in aller Ruhe durchzugehen.
Das Gedenkstätte betreibt eine durchsuchbare Datenbank mit Opferdatensätzen, die es Besuchern ermöglicht, persönliche Geschichten einzelner Menschen zu erkunden. Diese Möglichkeit macht die abstrakten Zahlen zu konkreten Schicksalen und Namen.
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