Lembecksburg, Ringwall in Borgsum, Deutschland
Die Lembecksburg ist ein Ringwall bei Borgsum, auf der Insel Föhr in Deutschland, mit einem Durchmesser von etwa 95 Metern und Wällen, die bis zu 8 bis 10 Meter hoch aufragen. Das Innere der Anlage enthält archäologische Siedlungsreste, die bei Ausgrabungen freigelegt wurden.
Entgegen früherer Annahmen, die Anlage sei mittelalterlich, zeigen neuere Untersuchungen, dass sie in die römische Kaiserzeit zurückreicht. Keramikfunde aus der Eisenzeit belegen zudem, dass der Ort bereits vor der friesischen Besiedlung im 7. Jahrhundert genutzt wurde.
Im Inneren der Anlage wurden Reste von vier Rasenhäusern gefunden, die in einem radialen Muster nahe der Wälle angeordnet sind und deren Eingänge zur Mitte hin ausgerichtet sind. Diese Anordnung zeigt, wie die Bewohner ihren Alltag innerhalb der schützenden Struktur organisierten.
Der Südeingang ist der beste Zugang zum Innenbereich der Anlage. Im Norden grenzt die Anlage an Marschland, weshalb bei feuchtem Wetter Vorsicht beim Gehen geboten ist.
Die Anlage zeigt mehrere übereinandergelagerte Siedlungsschichten aus verschiedenen Epochen, was für Archäologen ungewöhnlich aufschlussreich ist. Diese Schichtung ermöglicht es, die Geschichte des Ortes über einen Zeitraum von mehr als tausend Jahren nachzuvollziehen.
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