Icorigium, archäologische Stätte in Deutschland
Icorigium war eine kleine römische Siedlung an der Straße zwischen Trier und Köln, die im ersten Jahrhundert gegründet wurde. Der Ort hatte Herbergen, Speisehäuser, Stallungen und Handwerksbereiche, die sich entlang der Hauptstraße ausbreiteten, ohne klare geometrische Ordnung zu folgen.
Die Siedlung entstand in der Mitte des ersten Jahrhunderts n.Chr. und entwickelte sich zu einem wichtigen Halteplatz. Im Jahr 275 wurde der Ort durch einen Überfall zerstört, wurde dann aber im vierten Jahrhundert mit einer befestigten Mauer und dreizehn Türmen wieder aufgebaut.
Der Name Icorigium stammt aus der keltischen Sprache und bedeutet wahrscheinlich "Kessel" oder "Becken". Die Siedlung war ein alltäglicher Ort, an dem Reisende, Kaufleute und Soldaten sich trafen, um zu schlafen, zu essen und ihre Pferde zu wechseln.
Das Gelände liegt in Jünkerath im Kylltal und ist von gepflasterten Wegen markiert, auf denen Besucher das Areal erkunden können. Das Gebiet ist ein geschütztes Denkmal, daher sollten Besucher auf den ausgewiesenen Pfaden bleiben und Funde den Behörden melden.
In den Fundamenten der Befestigungstürme wurden alte Grabsteine aus früheren Zeiten eingebaut und wiederverwendet. Ein besonders bekannter Grabstein zeigt Szenen aus dem alltäglichen Leben und einen Mann an seinem Laden, der Waren an Kunden verkauft.
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