Kreisgrabenanlage von Goseck, Neolithisches Sonnenobservatorium in Goseck, Deutschland.
Der Goseck-Kreis ist ein kreisförmiges Erdwerk mit etwa 75 Metern Durchmesser aus der Jungsteinzeit, das von zwei Palisadenringen umgeben ist. Diese Anlage verfügt über drei Tore, die in bestimmten astronomischen Richtungen angeordnet sind und den Ort als frühes Bauwerk dieser Periode auszeichnen.
Die Anlage entstand um 4900 v.Chr. und gehört zu den ältesten monumentalen Strukturen Mitteleuropas aus dieser Epoche. Archäologische Ausgrabungen offenbarten Spuren, die zeigen, dass dieser Ort über mehrere Jahrhunderte hinweg von Bedeutung blieb.
Der Ort wurde nach Funden von Tierknochen und menschlichen Überresten benannt, die auf religiöse Handlungen und Rituale der neolithischen Bevölkerung hinweisen. Besucher können heute sehen, wie diese frühen Menschen den Platz nutzten, um ihre Beziehung zu Natur und Kosmos auszudrücken.
Du kannst die rekonstruierten Holzpalisaden das ganze Jahr über erkunden und dabei den weiträumigen Platz mit seinen Toren gehen. Das Informationszentrum auf der Gosecker Burg in der Nähe bietet Kontext und zeigt Funde aus der Ausgrabung.
Die drei Tore sind so ausgerichtet, dass sie den Sonnenaufgang und -untergang an den Sommer- und Wintersonnenwendtagen einfangen. Dieses präzise astronomische Wissen überrascht, wenn man bedenkt, dass es fünftausend Jahre vor der modernen Wissenschaft entstand.
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