Zisterzienserkloster Kaisheim, Zisterzienserkloster in Kaisheim, Deutschland
Kaisheim Abbey ist ein Zisterzienserkloster in Bayern mit einer beeindruckenden Klosterkirche, Kreuzgang und mehreren Gebäudeflügeln, die nach mittelalterlichen Ordensregeln angelegt wurden. Die Anlage zeigt die typische Gliederung einer großen Klostergemeinde mit Wohn-, Wirtschafts- und Unterrichtsräumen.
Das Kloster wurde 1135 von Graf Heinrich II. von Lechsgemünd und seiner Frau Liutgard gegründet und war eine Filiale des Klosters Lucelle im Elsass. Im 18. Jahrhundert erfuhr die Anlage bedeutende bauliche Umgestaltungen im Barockstil.
Der Name des Klosters bezieht sich auf Kaiser, eine Verehrung, die in der Architektur und Raumaufteilung sichtbar wird. Die Klosteranlage zeigt, wie religiöse Gemeinschaften ihren Raum organisierten und täglich nutzten.
Das Gelände ist fußläufig begehbar und größtenteils zugänglich, wobei einige Bereiche begrenzte Öffnungszeiten haben. Im Ostflügel befindet sich das Bayerische Strafvollzugsmuseum, das Einblicke in die Geschichte der Gefängnissysteme bietet.
Die Anlage wurde ab 1816 als Gefängnisanlage umgenutzt und ist damit einer der ältesten noch in Betrieb befindlichen Gefängniskomplexe Deutschlands. Diese unerwartete Funktion gab dem historischen Ort eine völlig neue Bedeutung und Identität.
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