Eifelwasserleitung, Römischer Aquädukt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Die Eifelwasserleitung ist eine römische Wasserleitung in Nordrhein-Westfalen, die über eine Länge von etwa 95 Kilometern von Nettersheim bis nach Köln führte. Die Anlage bestand aus gemauertem Kanal, Brücken und Wartungstunneln, deren Überreste heute an mehreren Stellen zu sehen sind.
Römische Ingenieure errichteten die Wasserleitung zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert, um Trinkwasser nach Köln zu leiten. Die Anlage blieb bis zum Ende der Römerzeit in Betrieb und versorgte die damalige Stadt über Jahrhunderte hinweg.
Der Aquädukt zeigt römische Ingenieurskunst durch präzise Gefälleberechnungen, die den Wasserfluss ausschließlich durch Schwerkraft ermöglichen.
Ein Wanderweg folgt weitgehend dem ehemaligen Verlauf der Leitung und verbindet die verschiedenen Fundstellen miteinander. Entlang des Wegs stehen Infotafeln, die den Aufbau und die Funktionsweise der antiken Anlage erklären.
Die Leitung nutzte ausschließlich das natürliche Gefälle des Geländes und benötigte keine Pumpen für den Wassertransport. Die durchschnittliche Neigung betrug weniger als einen halben Meter pro Kilometer.
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