Großsteingräber bei Lancken-Granitz, Megalithische Grabstätte in Lancken-Granitz, Deutschland.
Das Denkmal besteht aus sieben Steingräbern aus Feldsteinen und rotem Sandstein, die in geometrischen Mustern angeordnet sind und ein Bild prähistorischen Bauens vermitteln. Drei dieser Strukturen sind durch rechteckige oder kreisförmige Steinumfassungen deutlich definiert, eine davon mit einem markanten östlichen Wächtenstein.
Die Gräber wurden zwischen 3500 und 3200 vor Christus von der Trichterbecherkultur erbaut und dienten bis in die frühe Bronzezeit als Bestattungsstätten. Diese lange Nutzungsdauer zeigt, dass der Ort für mehrere Generationen von großer Bedeutung war.
Die Gräber zeigen, wie Bestattungen in der Jungsteinzeit abliefen und welche Gegenstände Menschen damals als wichtig für das Leben nach dem Tod hielten. Besucher können sehen, wie Stein- und Bernsteinschmuck sowie Werkzeuge sorgfältig neben den Toten platziert wurden.
Das Gelände liegt südwestlich des Dorfes Lancken-Granitz auf der Insel Rügen und ist über die Straße zwischen Lancken und Klein Stresow erreichbar. Eine Besichtigung ist das ganze Jahr über möglich, am besten zu Fuß vom nächstgelegenen Parkplatz aus.
Ausgrabungen aus dem Jahr 1969 brachten eine unerwartete Vielfalt von Beigaben ans Licht, darunter Bernsteinperlen, bronzene Nadeln und Feuersteinfäuste. Diese Funde deuten darauf hin, dass der Bestattungsplatz für Menschen aus verschiedenen sozialen Schichten reserviert war.
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