Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht, Berliner Behörde
Die Deutsche Dienststelle ist ein Bundesarchiv in Berlin, das Personalunterlagen von Soldaten beider Weltkriege sowie ihrer Angehörigen aufbewahrt. Die Bestände umfassen Millionen von Karteikarten, Dienstunterlagen und Papiere mit Angaben zu Dienstgrad, Einheit und Schicksal der Betroffenen.
Die Einrichtung wurde 1939 als Wehrmachtauskunftstelle gegründet, um Familien über Verluste und Gefangenschaft ihrer Angehörigen zu informieren. Nach Kriegsende wurde sie 1946 in Deutsche Dienststelle umbenannt und blieb Teil der Berliner Verwaltung, bis ihre Bestände 2019 ins Bundesarchiv überführt wurden.
Das Archiv bewahrt persönliche Unterlagen von Millionen Soldaten und wird heute vor allem von Familienangehörigen aufgesucht, die nach Informationen über gefallene oder vermisste Verwandte suchen. Wer die Lesesäle besucht, findet sich in einem ruhig geführten Arbeitsraum wieder, in dem Vergangenheit und persönliche Geschichte nah beieinanderliegen.
Das Archiv kann persönlich besucht werden, wobei die Lesesäle nur eine begrenzte Anzahl von Arbeitsplätzen bieten, sodass eine vorherige Anfrage empfehlenswert ist. Wer nicht vor Ort kommen kann, hat die Möglichkeit, Anfragen schriftlich, telefonisch oder über die Online-Datenbank Invenio zu stellen.
Unter den Beständen befinden sich nicht nur Unterlagen zu deutschen Soldaten, sondern auch umfangreiche Akten über Kriegsgefangene aus Frankreich, Großbritannien, Belgien und der Sowjetunion. Dadurch ist das Archiv eine internationale Anlaufstelle für Familiengeschichtsforschung, die alle Seiten des Krieges berührt.
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