Zisterzienserinnenkloster Oberschönenfeld, Zisterzienserinnenkloster in Gessertshausen, Deutschland
Das Kloster Oberschönenfeld ist ein Zisterzienserinnenstift in der Gemeinde Gessertshausen bei Augsburg mit einer Kirche, Wohngebäuden für die Schwestern und landwirtschaftlichen Nebengebäuden rund um mehrere verbundene Innenhöfe. Das Ensemble liegt in einer ruhigen ländlichen Umgebung und vereint Bauwerke aus verschiedenen Epochen zu einem zusammenhängenden Komplex.
Das Kloster wurde 1211 gegründet und entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einer der bedeutendsten Frauengemeinschaften der Region, mit Landrechten über umliegende Dörfer. Trotz der Säkularisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts konnte die Gemeinschaft das Kloster zurückkaufen und setzte das klösterliche Leben fort.
Das Schwäbische Volkskundemuseum befindet sich auf dem Gelände des Klosters in umgebauten Wirtschaftsgebäuden und zeigt Alltagsgegenstände aus der Region. Wer durch die Ausstellung geht, bekommt ein konkretes Bild davon, wie ländliche Gemeinschaften in Schwaben früher gelebt und gearbeitet haben.
Das Kloster liegt außerhalb des Stadtzentrums, daher ist eine Anreise mit dem Auto am einfachsten, auch wenn es von Augsburg aus erreichbar ist. Das Gelände eignet sich gut für einen halbtägigen Besuch, und in der klostereigenen Bäckerei können frisch gebackenes Brot und andere Produkte erworben werden.
Zum Klostergelände gehört ein Garten, der nach einem mittelalterlichen Klosterplan angelegt wurde und Heilpflanzen anbaut, die seit Jahrhunderten in Klöstern verwendet werden. Der Garten zeigt, wie Kräuter einst kultiviert wurden, und ist Teil der noch heute aktiven Klostergemeinschaft, die das Gelände weiterhin bewohnt.
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