Grindelhochhäuser, Architekturensemble in Harvestehude, Deutschland.
Die Grindelhochhäuser sind eine Wohnanlage mit zwölf Backsteingebäuden in unterschiedlichen Höhen, die zwischen 1946 und 1956 erbaut wurden. Sechs höhere Türme mit 14 Stockwerken stehen neben sechs niedrigeren Gebäuden und bilden zusammen eine zusammenhängende architektonische Komposition.
Die Anlage wurde ursprünglich als britisches Militärhauptquartier geplant, wurde aber nach dem Umzug der britischen Streitkräfte nach Frankfurt in Wohnungen umgewandelt. Das Projekt entstand in einer Zeit, als Hamburgarchitekten modernistische Wohnkonzepte aus Westeuropa in die zerstörte Stadt brachten.
Die Türme verkörpern einen modernistischen Wohntraum aus der Nachkriegszeit, der europäische Ideale von Gemeinschaft und städtischem Leben widerspiegelt. Besucher können heute noch die eleganten Fassaden aus gelbem Backstein bewundern, die das Viertel prägen.
Das Areal befindet sich in einer autofreien Zone mit grünen Flächen zwischen Grindelberg, Hallerstraße, Brahmsallee und Oberstraße. Der offene Grund bietet verschiedene Wege zum Erkunden und Ruhen, mit guter Erreichbarkeit über die umliegenden Straßen.
Die Gestaltung folgte Prinzipien von Le Corbusiers funktionalistischer Architektur, wurde aber für Hamburgs Kontext angepasst und ist deshalb weniger bekannt als andere europäische Hochhaussiedlungen. Diese lokale Variante modernistischen Wohnens zeigt, wie deutsche Architekten internationale Ideen in ihre eigene Sprache übersetzten.
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