Pfalzgrafenschloss Neumarkt, Schloss und Architekturdenkmal in Neumarkt in der Oberpfalz, Deutschland.
Das Pfalzgrafenschloss Neumarkt ist eine Burg mit einem dreiflügeligen Grundriss im Spätgotischen Stil und einem markanten Treppenturm an der Nordostecke. Das Gebäude zeigt charakteristische Merkmale dieser Bauzeit und beherbergt heute die Bezirksgerichtsbehörden des Ortes.
Das Schloss entstand zwischen 1410 und 1443 als Residenz der Pfalzgrafen. Nach einem Feuer 1520 wurde es unter der Leitung von Erhard Reich durch Pfalzgraf Friedrich II. wieder aufgebaut und modernisiert.
Das Schloss steht inmitten eines Ensembles mit der Hofkirche und dem Reitstadel, das die Baukunst des mittelalterlichen Bayern widerspiegelt. Diese Gebäude prägen gemeinsam das Erscheinungsbild des Platzes und zeigen, wie Macht und Kultur in der Region zusammenhingen.
Das Schloss befindet sich auf der Residenzplatz 1 und dient als Gerichtsgebäude für die Behörden vor Ort. Da es eine öffentliche Funktion erfüllt, können Besucher die Außenansicht jederzeit betrachten, sollten sich aber bewusst sein, dass Innenbereiche nicht frei zugänglich sind.
Das Schloss beherbergt den Mathematikerturm, einen Turm aus dem späten 15. Jahrhundert, der ursprünglich als astronomisches Observatorium für die Himmelsbeobachtungen von Herzog Otto II. errichtet wurde. Dieser Turm zeigt die wissenschaftlichen Interessen der damaligen Herrscher und bleibt ein faszinierendes Beispiel früher wissenschaftlicher Infrastruktur.
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